König, 1972 geboren, ist erst seit 1997 auf der Bühne, damals noch als Rezitator
seiner eigenen Gedichte. Ein Jahr später schon steht er auf Kölns Comedy Bühnen
und mausert sich im Bereich Kabarett und Comedy zum Shootingstar. Er wirkt
stets so, als wäre er ein wenig dement. So soll seine Rolle auch sein, denn um so
verblüffender sind die pointiert ausgedrückten Beobachtungen und Feststellungen.
Ein Journalist schreibt:
König gibt den introvertierten Stadtneurotiker der Generation Golf, die Kehrseite
der Spaßgesellschaft. Unaufhaltsam kreiert er ein Zerrbild der Gedankenwelt
seines Publikums, jener ewig jugendlichen 24- bis 35-Jährigen, die mit Captain
Future, Brauner Bär und Europa Hörspielkassetten groß geworden sind.
Die meiste Zeit über schlurft er auf der Bühne hin und her, und dann und wann
kommt es zu geradezu brillianten Szenen, wenn er etwa gekonnt umständlich auf
einem Barhocker Platz nimmt, die an die Slapstick-Ikonen der Stummfilmära
erinnern.
Seine absurden Geschichten und Anekdoten zielen nur scheinbar ins Leere, Sätze
finden oft nur über Umwege zum Ende, dann aber mit einer herrlich naiven
Eleganz sprachlicher Neuerung, die Respekt verdient.
Es ist schier unmöglich, nach dem Auftritt wiederzugeben, worüber König denn nun
geredet hat. Aber darum geht es auch gar nicht, es gibt keine Botschaft, die man
mit nach Hause nehmen könnte. König kritisiert nicht, polemisiert nicht, bezieht
keine Stellung. Er tut einfach das, was die meisten seiner Kollegen auch gerne
könnten: Er unterhält ein Publikum zwei Stunden lang, ohne es groß zu fordern,
aber zugleich, ohne es für dumm zu verkaufen: Comedy auf Augenhöhe mit dem
Publikum.