Johann König

Comedy / Kabarett

...das ist ein Augen- und Ohrenschmaus...

Mit seinem verschrobenen Blickwinkel und der gehobenen Intonation, seinen gereimten Weisheiten und furiosen Tanzeinlagen verwandelt Johann König jedes Theater in einen Hexenkessel der Gefühle.

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    König, 1972 geboren, ist erst seit 1997 auf der Bühne, damals noch als Rezitator seiner eigenen Gedichte. Ein Jahr später schon steht er auf Kölns Comedy Bühnen und mausert sich im Bereich Kabarett und Comedy zum Shootingstar. Er wirkt stets so, als wäre er ein wenig dement. So soll seine Rolle auch sein, denn um so verblüffender sind die pointiert ausgedrückten Beobachtungen und Feststellungen.

    Ein Journalist schreibt: König gibt den introvertierten Stadtneurotiker der Generation Golf, die Kehrseite der Spaßgesellschaft. Unaufhaltsam kreiert er ein Zerrbild der Gedankenwelt seines Publikums, jener ewig jugendlichen 24- bis 35-Jährigen, die mit Captain Future, Brauner Bär und Europa Hörspielkassetten groß geworden sind. Die meiste Zeit über schlurft er auf der Bühne hin und her, und dann und wann kommt es zu geradezu brillianten Szenen, wenn er etwa gekonnt umständlich auf einem Barhocker Platz nimmt, die an die Slapstick-Ikonen der Stummfilmära erinnern. Seine absurden Geschichten und Anekdoten zielen nur scheinbar ins Leere, Sätze finden oft nur über Umwege zum Ende, dann aber mit einer herrlich naiven Eleganz sprachlicher Neuerung, die Respekt verdient. Es ist schier unmöglich, nach dem Auftritt wiederzugeben, worüber König denn nun geredet hat. Aber darum geht es auch gar nicht, es gibt keine Botschaft, die man mit nach Hause nehmen könnte. König kritisiert nicht, polemisiert nicht, bezieht keine Stellung. Er tut einfach das, was die meisten seiner Kollegen auch gerne könnten: Er unterhält ein Publikum zwei Stunden lang, ohne es groß zu fordern, aber zugleich, ohne es für dumm zu verkaufen: Comedy auf Augenhöhe mit dem Publikum.