The Puppini Sisters
Musik: Shows
„The Andrew Sisters von heute und morgen“
Die Puppini Sisters widmen sich dem Harmoniegesang, den die Andrew Sisters in den 40ern und 50ern so gekonnt in Szene setzten. Das Vermächtnis des Trios aus der Vergangenheit dient dem Neuzeit-Trio denn auch als Fundus, aus dem sich kräftig schöpfen lässt. Aber die Puppinis als bloßen Abklatsch der Andrews zu bezeichnen, wäre nicht nur fahrlässig, sondern auch äußerst beleidigend. Sicher, sie ziehen die alten Aufnahmen als Inspiration heran, verleihen den Songs jedoch immer wieder einen eigenen Geschmack, der modern daher kommt und vor heiklen Themen nicht halt macht.!
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Die „Sisters“, das sind: Die brünette Italienerin Marcella
Puppini, die rothaarig-irische Stephanie O'Brien und die blonde Britin Kate Mullins,
die weder verwandt noch verschwägert sind. Auch Püppchen sind die jungen
Damen keine. Versiert, verspielt und reizend sind sie dennoch allemal. Vor kaum
zwei Sommern begründeten sie, allesamt Elevinnen des Londoner "Trinity College
of Music" (und nebenbei Burlesktänzerinnen oder angehende Designerinnen bei
Vivienne Westwood), ihr leidenschaftlich launiges Vokalensemble. Aus einer
Kaprice heraus, nachdem sie das französische Zeichentrickbonbon "Das große
Rennen von Belleville" begeistert hatte (für dessen Filmmusik Komponist Benôit
Charest die Klänge der Andrews- und Boswell Sisters aufleben ließ).
Die Puppini Sisters selbst bezeichnen ihren musikalischen Stil
als "Vintage-Swing-Pop". Auf ihrem Debütalbum "Betcha Bottom Dollar" pustet es
den Sound der vierziger Jahre so richtig von Herzen durch. Dazu passt, dass auch
das aufgenommene Songmaterial, übrigens komplett produziert vom unbewussten
Initiator des Trios, Belleville-Komponist Benôit Charest so ungewöhnlich wie
unantastbar ist. Zwar finden sich auf dem Album auch von den Andrew Sisters
populär gemachte Standards wie "Boogie Woogie Bugle Boy" oder "Bei mir bist du
schön" und auch die "Heebie Jeebies" der Bowell Sisters, selbstredend im
Originalarrangement.
Referenzen
- Fiege Stiftung, Berlin, 2007 / Gala